Auf rund 10 Hektaren Ackerland bauen wir verschiedene Kulturen an. Dazu gehören aktuell Brotweizen, Hartweizen, Dinkel und Freilandgemüse. In Zukunft möchten wir unser Angebot mit Kulturen wie Lein, Hafer oder Hirse erweitern. Unser Fokus liegt darauf, Lebensmittel für die direkte menschliche Ernährung zu produzieren (siehe Infobox).
Im Biolandbau bildet ein gesunder Boden die Grundlage der Produktion. Damit unsere Böden fruchtbar bleiben, bauen wir regelmässig Kleegras und sogenannte Gründüngungen an. Die ausgesäten Pflanzen helfen, den Boden zu stärken und mit Nährstoffen zu versorgen. Zusätzlich bringen wir im Winter Kompost aus, der das Bodenleben fördert und langfristig für einen fruchtbaren Boden sorgt.
Bei der Bearbeitung achten wir darauf, den Boden möglichst schonend zu behandeln. Wir arbeiten überwiegend oberflächlich und setzen den Pflug nur selten ein. So bleibt die natürliche Bodenstruktur bestmöglich erhalten.
Rund 70 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche in der Schweiz werden für die tierische Ernährung genutzt. Das heisst: Ein grosser Teil der Flächen dient indirekt der Produktion von Milch, Fleisch und anderen tierischen Lebensmitteln.
Ein Teil dieser Flächen – vor allem steile Wiesen und Weiden – eignet sich gut für Wiederkäuer wie Rinder oder Ziegen. Sie können Gras in hochwertige Lebensmittel umwandeln, weshalb diese Nutzung sinnvoll ist.
Auf den fruchtbaren Ackerflächen wird jedoch ebenfalls viel Tierfutter angebaut, zum Beispiel Mais oder Futtergetreide. 50-60% der Schweizer Ackerflächen fliesst so in die Tierhaltung.
Würden diese Flächen stärker für die direkte Ernährung von Menschen genutzt – etwa für Brotgetreide oder Gemüse –, könnte die Schweiz deutlich mehr Lebensmittel selbst produzieren.
Brotweizen und Dinkel bringen wir nach der Ernte in die Mühle Seengen. Dort wird das Getreide gereinigt, getrocknet und zu verschiedenen Mehlen veredelt. Ab August 2026 backen René und Pascal daraus wöchentlich frisches Brot für den Hofladen.
Dieses Jahr bauen wir auf der Galegge das erste Mal Hartweizen an. Ursprünglich stammt das Getreide aus dem Mittelmeerraum. Dank neuer Sorten und dem wärmeren Klima kann er heute auch in der Schweiz kultiviert werden. Der Anbau ist hierzulande noch selten – wir bewegen uns also in einem spannenden Nischenbereich. Umso mehr freuen wir uns auf unsere ersten Erfahrungen auf dem Feld. Wenn die Ernte 2026 gelingt, wird das Töpferhaus in Suhr aus unserem Hartweizen bald Pasta für unseren Hofladen herstellen.
Dass Produktion und Ökologie sich nicht ausschliessen, zeigen unsere Ackerflächen. Jedes Feld wird von Elementen gesäumt, die der Naturförderung dienen. Dornenreiche Hecken, farbige Buntbrachen und strukturierte Säume begleiten unsere Ackerflächen. Im Getreide wachsen Mohn oder Kornblumen, die gerne von Insekten angeflogen werden. Von diesen wiederum ernähren sich Vögel, die in den Hecken oder Brachen brüten. Durch die Schaffung eines funktionierenden Ökosystems sind Nützlinge vorhanden, welche unsere Kulturen schützen. Pflanzenschutzmittel brauchen wir keine.